Geschwindigkeit.ch News WLAN im Flugzeug? Ja, aber es funktioniert anders als zuhause

WLAN im Flugzeug? Ja, aber es funktioniert anders als zuhause

Sich während des Flugs mit dem Internet zu verbinden, ist heutzutage keine Ausnahme mehr, aber es funktioniert immer noch nicht so, wie Sie es von zu Hause gewohnt sind. WLAN im Flugzeug hängt von der verwendeten Technologie, dem Flugzeugtyp sowie der Netzwerkauslastung ab, und ein bezahlter Zugang bedeutet noch nicht unbedingt eine schnelle Verbindung. Im Artikel erklären wir, wie das Internet im Flugzeug funktioniert, warum es oft langsam ist und wann man sich darauf verlassen kann.

WLAN im Flugzeug? Ja, aber es funktioniert anders als zuhause

Die Verbindung zum Internet während des Flugs wird heute von immer mehr Menschen benötigt, sei es aus beruflichen Gründen, zur Kommunikation mit Angehörigen oder einfach, um sich die Zeit zu vertreiben. Die Erfahrungen der Passagiere unterscheiden sich jedoch stark, und die Realität entspricht oft nicht den Erwartungen.

Gibt es WLAN im Flugzeug? In den meisten Fällen ja. Aber die Verfügbarkeit ist nur ein Teil der Geschichte. Wichtig ist, auf welche Weise sich das Flugzeug mit dem Internet verbindet, warum die Verbindung auch nach Bezahlung langsam sein kann und welche Rolle der Flugzeugtyp oder Ihr Sitzplatz spielt.

Im Artikel schauen wir uns daher an, wie die Verbindung während des Flugs funktioniert, wann es sinnvoll ist, dafür zu zahlen, und wann man sich besser nicht zu sehr darauf verlassen sollte. Ziel ist es, Ihnen ein realistisches Bild davon zu geben, was Sie vom Internet in der Luft erwarten können und mit welchen Einschränkungen Sie rechnen sollten.

Wie funktioniert WLAN im Flugzeug?

Wenn Sie sich während des Flugs mit dem Internet verbinden, ist es kein eigenständiges „Bordnetzwerk“, das von alleine funktioniert. WLAN im Flugzeug ist immer nur ein Vermittler zwischen Ihrem Gerät und der tatsächlichen Verbindung, die das Flugzeug von außen erhält. Ausschlaggebend ist daher die Art und Weise, wie das Flugzeug überhaupt Zugriff auf das Internet erhält. In der Praxis gibt es zwei Haupttechnologien, die sich unterschiedlich verhalten.

Verbindung über Bodenstationen (Air-to-Ground)

Bei dieser Lösung verbindet sich das Flugzeug mit Bodenstationen, ähnlich wie ein Mobiltelefon, jedoch mit einer viel leistungsfähigeren Antenne. Das Signal wird zwischen den einzelnen Bodenstationen weitergeleitet, je nachdem, wohin das Flugzeug fliegt. Diese Methode wird hauptsächlich bei kürzeren und inländischen Flügen verwendet, wo eine ausreichende Abdeckung vorhanden ist.

Der Nachteil ist die begrenzte Kapazität und die höhere Latenz. Internet im Flugzeug, das auf dieser Technologie basiert, reicht in der Regel für Chats, E-Mails oder einfaches Surfen aus. Streaming oder Arbeiten mit größeren Datenmengen ist bereits problematisch, auch wenn Sie die Verbindung bezahlt haben.

Internet über Satelliten

Die zweite Möglichkeit ist die Verbindung über Satelliten, bei der das Flugzeug direkt mit einem Satelliten im Orbit kommuniziert. Das Signal reist vom Flugzeug in den Weltraum und zurück auf die Erde, wo es in die normale Internetinfrastruktur eingeklinkt wird. Es ist eine technologisch anspruchsvollere, aber generell leistungsfähigere Lösung.

Satelliten-WLAN im Flugzeug bietet höhere Geschwindigkeiten und erweiterte Nutzungsmöglichkeiten, oft einschließlich normaler Arbeit oder Streaming. Auch hier gilt jedoch, dass die Kapazität unter den Passagieren geteilt wird und bei voller Besetzung die Geschwindigkeit schwanken kann. Der Unterschied zur Verbindung über Bodenstationen ist aber in der Praxis erheblich.

Warum funktioniert WLAN im Flugzeug oft nicht so gut?

Einer der Hauptgründe ist die begrenzte Verbindungsfähigkeit, die von allen Passagieren an Bord geteilt wird. Sobald sich ein größerer Teil der Kabine mit dem Netzwerk verbindet, beginnt die Geschwindigkeit zu sinken und die Reaktionszeit verschlechtert sich. Die Verbindung wirkt dann auch bei gewöhnlichen Aktivitäten langsam.

Die Leistung ändert sich zudem während des Flugs. Kurz nach dem Start ist die Verbindung noch brauchbar, da nur wenige Menschen online sind. Nach und nach kommen jedoch weitere Geräte hinzu und das Internet im Flugzeug beginnt sich zu verlangsamen, manchmal bis an die Grenze der Nutzbarkeit.

Zu den Einschränkungen können auch beabsichtigte Maßnahmen gehören. Einige Fluggesellschaften blockieren anspruchsvollere Dienste wie Videostreaming oder das Herunterladen größerer Dateien. Auch ein bezahlter Zugang dient daher oft nur für die grundlegende Kommunikation und einfache Tätigkeiten, nicht für flüssiges Arbeiten.

Auch die Bewegung des Flugzeugs selbst spielt eine Rolle. Die ständige Änderung der Position, Höhe und Strecke kann Qualitätsschwankungen der Verbindung oder kurze Ausfälle verursachen. Diese äußern sich beispielsweise durch erneutes Laden von Seiten oder Verbindungsabbrüche.

Das Ergebnis ist, dass WLAN im Flugzeug eher ein Kompromiss als eine vollständige Verbindung ist. Manchmal reicht es für Nachrichten oder eine schnelle E-Mail-Kontrolle, manchmal funktioniert es aber nicht einmal in diesem begrenzten Rahmen zuverlässig.

Spielt es eine Rolle, wo Sie sitzen?

Ja, der Sitzplatz im Flugzeug kann einen gewissen Einfluss auf die Qualität der Verbindung haben, auch wenn die Unterschiede für sich genommen nicht entscheidend sind. Sie machen sich vor allem bemerkbar, wenn das Netzwerk stärker ausgelastet ist und sich ein größerer Teil der Passagiere verbindet.

Antenne, die für die Internetverbindung sorgen, sind oben am Flugzeugrumpf angebracht. Das Signal breitet sich dann ungleichmäßig durch die Kabine aus und die Flugzeugkonstruktion kann es teilweise abschwächen. Aus diesem Grund ist die Verbindung in der mittleren Kabinenhälfte, typischerweise im Bereich der Flügel, am stabilsten.

Vorne oder hinten kann das WLAN im Flugzeug hingegen deutlicher schwanken, insbesondere bei höherer Netzauslastung.

Flugzeugtyp und sein Einfluss auf die Verbindungsqualität

Nicht jedes Flugzeug ist mit Internet auf dieselbe Weise ausgestattet, und bei einigen Typen ist möglicherweise überhaupt keine Verbindung verfügbar. Der Unterschied besteht nicht nur zwischen den Fluggesellschaften, sondern auch zwischen den spezifischen Flugzeugmodellen.

Bei kürzeren und mittellangen Flügen trifft man häufig auf Flugzeuge wie den Airbus A320 oder die Boeing 737. Gerade bei diesen ist das Internetangebot am meisten eingeschränkt oder fehlt ganz, oder es dient nur zu grundlegenden Anwendungen.

Bei Langstreckenflügen werden dagegen modernere Maschinen eingesetzt, wie die Boeing 787 Dreamliner oder der Airbus A350. Diese Typen sind meist mit einer Satellitenverbindung mit höherer Kapazität ausgestattet, sodass die Verbindung stabiler und für anspruchsvollere Aktivitäten nutzbar ist.

Eine eigene Kategorie bilden die Flugzeuge Boeing 777, die ebenfalls auf längeren Strecken eingesetzt werden. Die Verbindung ist in der Regel verfügbar, aber ihre Qualität kann je nach Auslastung des Flugs und Anzahl der verbundenen Passagiere stark variieren.

Entscheidend ist daher nicht nur der Name der Fluggesellschaft, sondern das spezifische Flugzeug, das auf der Strecke eingesetzt wird. Zwei Flüge derselben Gesellschaft können sehr unterschiedliche Erfahrungen bieten, wenn sie von einem anderen Flugzeugtyp bedient werden.

Wie viel kostet Internet im Flugzeug und was bekommen Sie dafür?

Der Preis für die Verbindung während des Flugs variiert je nach Fluggesellschaft, Fluglänge und gewähltem Tarif. Internet im Flugzeug wird in der Regel separat bezahlt und liegt häufig in einem Bereich von ein paar bis mehreren Dutzend Euro oder Dollar.

Anstelle eines einzigen „vollständigen Internets“ bieten Fluggesellschaften normalerweise mehrere Zugangsstufen an. Grundlegende Optionen dienen hauptsächlich für Nachrichten und Chats. Teurere Pakete ermöglichen normales Surfen im Web oder den Umgang mit E-Mails, aber anspruchsvollere Dienste können weiterhin eingeschränkt bleiben.

Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass die Bezahlung keine Garantie für Qualität bedeutet. WLAN im Flugzeug gibt Ihnen Zugang zum Netzwerk, aber die Geschwindigkeit und Stabilität können während des Fluges erheblich schwanken. Für gewöhnliche Nutzungen reicht es oft aus, als Ersatz für eine vollständige Verbindung dient es jedoch nur begrenzt.

Warum funktionieren mobile Daten während des Flugs nicht?

Mobile Daten sind für den Betrieb am Boden ausgelegt, wo das Telefon sich mit nahen Sendemasten verbindet. In der Höhe und bei hoher Geschwindigkeit lässt sich keine stabile Verbindung aufrechterhalten, deshalb funktionieren sie während des Flugs nicht.

Aus diesem Grund wird der Flugmodus verwendet, der das Mobilnetz abschaltet. WLAN kann jedoch eingeschaltet bleiben, sodass sich die Geräte mit dem Bordnetz des Flugzeugs und nicht mit Bodenstationen verbinden.

Wenn Sie während des Flugs online sein möchten, helfen mobile Daten im Flugzeug nicht. Die einzige Möglichkeit ist Bord-WLAN, mit all seinen dazugehörigen Einschränkungen.

Ist WLAN im Flugzeug sicher?

Das Bord-WLAN funktioniert ähnlich wie öffentliche Netzwerke in Cafés oder Hotels. Das bedeutet, dass es an sich nicht unbedingt gefährlich, aber auch nicht voll gesichert ist. Die Verbindung wird normalerweise von mehreren Passagieren geteilt und die Daten sind möglicherweise nicht verschlüsselt.

Praktisch lohnt es sich daher nicht, über WLAN im Flugzeug sensible Dinge zu erledigen, wie Internetbanking oder das Anmelden in wichtigen Konten. Für normales Surfen oder Nachrichten ist die Verbindung jedoch brauchbar.

Wenn Sie das Risiko minimieren möchten, hilft ein VPN, das den Verkehr verschlüsselt. Aber auch dies bietet keine hundertprozentige Sicherheit. Die Grundregel ist einfach: Seien Sie genauso vorsichtig wie bei jedem anderen öffentlichen WLAN.

Ein Flugzeug ist kein Büro

Die Möglichkeit, während des Flugs online zu sein, verleitet dazu, den Flug als weiteren Arbeitsblock zu betrachten. Die Realität zeigt jedoch oft, dass weder die Umgebung noch die Verbindung für konzentriertes Arbeiten geeignet sind. Kurze Nachrichten oder eine schnelle E-Mail-Kontrolle machen noch Sinn, alles andere ist eher ein Kampf mit den Bedingungen.

Für viele Flüge ist es daher praktischer, davon auszugehen, dass das Internet nur begrenzt oder gar nicht dient. Manchmal ist es effektiver, die Arbeit auf die Landung zu verschieben und den Flug als natürliche Pause zu sehen, die ein normaler Tag nicht bietet.

Ob Sie sich entscheiden, sich zu verbinden oder nicht, es ist gut, daran zu denken, dass es kein Problem ist, ein paar Stunden offline zu sein. Manchmal reicht es, das Tischchen herunterzuklappen, aus dem Fenster zu schauen und den Flug zur Entspannung zu nutzen, anstatt zu versuchen, ständig online zu sein.

RCS-Chat taucht in Handys immer häufiger auf, vor allem wegen des Aufkommens von iOS 18 und dem schrittweisen Abbau älterer Netze. Es handelt sich um eine Kommunikationsmethode, die das Internet nutzt und eine qualitativ hochwertigere Weitergabe von Fotos und Videos als klassische SMS bietet. Wir erklären, was RCS bedeutet und wann es sinnvoll ist, es aktiviert zu lassen.

Das erste Handy kann es einem Kind erleichtern, zu kommunizieren und sich im Alltag zurechtzufinden, aber es eröffnet auch Themen, die im Voraus angesprochen werden sollten. Dazu gehören Sicherheit, Sharing, Kommunikation oder Bildschirmzeit. Wie bereitet man ein Kind auf das erste Telefon vor, damit es sicher, ruhig und vernünftig damit umgeht?

In der Welt gibt es immer mehr Städte, in denen ein Teil des Verkehrs bereits von autonomen Fahrzeugen übernommen wird. Doch nicht überall fahren sie gleich zuverlässig und es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Regionen. Wir betrachten, wo diese Technologie bereits regelmäßig Fahrgäste befördert und was autonomes Fahren heute praktisch bedeutet.

Einen Film oder eine Playlist auf mehreren Kopfhörern zu hören, war schon immer kompliziert. Auracast bietet die Möglichkeit, denselben Ton mehreren Personen zu senden, ohne zu koppeln und ohne spezielle Zusätze. Es findet Anwendung zu Hause beim Fernsehen, unterwegs oder an Orten mit schwer verständlichen Ansagen. Im Artikel zeigen wir, wie diese Neuheit in der Praxis funktioniert und wann wir ihr im Alltag begegnen werden.

Ein Signalverlust in den Bergen oder auf hoher See muss nicht mehr den Verlust der Verbindung zur Welt bedeuten. Ein Satellitentelefon funktioniert auch dort, wo herkömmliche Mobilfunknetze enden. Im Artikel erfahren Sie, wie sich das Gerät über Satelliten verbindet, welche Netzwerktypen existieren, wie viel Anrufe kosten und warum die Satellitenkommunikation auch für normale Benutzer immer zugänglicher wird.

Datenlecks passieren ständig und können jeden treffen. Selbst starke Anmeldeinformationen können in einer im Internet kursierenden Datenbank von geleakten Passwörtern auftauchen. Im Artikel erfahren Sie, wie Sie Passwörter mit bewährten Tools überprüfen und herausfinden können, ob jemand Zugriff auf Ihre Konten erlangt hat.

Weitere Sprachversionen